Aktuell - DEK

Deutscher evangelischer Küsterbund
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Aktuell

 
Wort der DEK zu CORONA

 
 
„Ist die Not am größten, dann hilft Dir der liebe Gott am meisten.“
 
"Bist Du Gottes Sohn, so hilf Dir selbst."

 
 
Die richtige Mischung aus beiden Ratschlägen hilft uns heute sicher weiter.
 
Die unvorhergesehene und bisher einmalige Pandemie hat uns in unseren Bewegungen stark verändert. Unsere Grundrechte sind stark eingeschränkt; wir müssen neue Wege gehen, um z.B. Besuche in Alten- und Pflegeheimen bei unseren Familienangehörigen zu machen. Unsere Kinder sind tagtäglich zu Hause. Diese ungewohnten Situationen fordern uns alle! Wir können auch nicht die gewohnten Rituale durchführen. Wir müssen bei Beerdigungen und Trauerfeiern den Kreis der Trauergemeinde auf die Familie beschränken.  Unsere Freunde dürfen wir auf dem letzten, häufig schmerzhaften, irdischen Weg nicht begleiten und den Hinterbliebenen keinen Trost spenden.

Kirchen sind vielfach geschlossen. Wir müssen uns andere Orte suchen, um unsere Gedanken zu ordnen. Dazu werden uns mancherlei Hilfestellungen ermöglicht. Es gibt elektronische Verbindungen zu unseren Angehörigen und Freunden, Hilfestellungen beim täglichen Einkauf oder bei Arztbesuchen, um Freiräume zu schaffen. Wir schließen uns mehr zusammen und reden miteinander über die Organisation des täglichen Lebens. Häufig war dies nur noch in Dörfern weit ab der Großstädte zu erleben. Wir erleben eher ein Marathon, keinen kurzen Sprint. Die Jahresplanung war anders (vom Urlaub über Familientreffen bis zu gemeinsamen Aktivitäten im Verein), jetzt ist diese Ausnahmesituation Normalität geworden. Inzwischen werden Probleme sichtbar, denen sonst wenig Aufmerksamkeit gewidmet werden (Digitalisierung an Schulen die jetzt dringend gebraucht wird). Neben den vorhandenen Rahmenbedingungen sind jetzt Kreativität, individuelle Verantwortung und Leistungsbereitschaft gefragt. Es wäre sicher nützlich wenn wir diese Krise als Chance nutzen. Vielleicht ist es auch gut, unsere Erfahrungen zu notieren, damit wir sie nicht vergessen. Zur Erinnerung, wenn wir wieder in anderen Zeit leben. Die Spannung aus Gesundheitsschutz, eingeschränkter wirtschaftlicher Kraft und psychologischer Belastung wird vor allen Kinder und älteren Mitbürgern zu schaffen machen. Hier müssen wir gemeinsam am Seil ziehen um die Balance zu finden, aber bitte miteinander in die gleiche Richtung. In der Forschung ist das schon gut praktiziert. Universitäten von Island über Braunschweig nach Australien tauschen Daten aus und verbessern sich gegenseitig. Es wäre schön, wenn wir Ballast abwerfen und Versäumtes nachholen können.
 
In der Hoffnung auf viel Verständnis, Gesundheit und Mut freue ich mich auf ein Wiedersehen.

 
 
Für den Vorstand des DEK
 
Lothar Püster
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